Dominikanerpfarrei Sankt  Paulus

Im Jahr 1869 begannen die Dominikaner mit einer aus einer Kesselschmiede umgebauten Kapelle in Moabit mit der Seelsorge. Nachdem 1893 die jetzige Sankt Paulus Kirche erbaut war, wurde 1895 auch die Gemeinde als Kuratie Sankt Paulus den Dominikanern anvertraut. Sie umfasste ganz Moabit, das weit gehend von Fabriken und Mietskasernen bestimmt war. Bis 1910 wuchs die Gemeinde auf 30.000 Katholiken an, von denen ca. 1/3 polnisch sprechend war. 1910 wurde der östliche Teil für die neue Pfarrei Sankt Laurentius abgetrennt, ein weiterer Teil 1926 für die Pfarrei Sankt Ansgar. In den wirtschaftlich und politisch schwierigen Jahren von 1917-1938 war Pater Ulrich Kaiser als Kuratus verantwortlich und gab viele Impulse für eine zeitgemäße Seelsorge. Im 2. Weltkrieg erlitt Moabit viele Zerstörungen, auch Kirche und Gemeindehaus blieben nicht verschont. Nach vielen Umschichtungen in der Bevölkerungsstruktur, die auch heute viele Ausländer aufweist, hat die Gemeinde heute ca. 5.000 Mitglieder